Nominierungen

Am Donnerstag, den 19. September, traf sich die Preisjury (s. Foto) in der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv), um insgesamt zwölf Wettbewerbsbeiträge nach den veröffentlichten Qualitätskriterien zu evaluieren. Dementsprechend konnten sechs Finalisten für die Kurzpräsentation am 23. Oktober nominiert werden. Diese sind (in arbiträrer Reihenfolge):

Stadtbibliothek Berlin Stadtmitte: Deine Ausbildung bei uns – eine 360° Grad Experience!

Kinder- und Jugendbibliothek der Humboldt-Bibliothek in Berlin-Reinickendorf: Coding und Literaturvermittlung – Innovation für die Bibliothekspädagogik
Abstract: Das Programm „Coding & Literature“ ist Teil des Makerspace-Projektes „HumBot Coding Space“ der Humboldt-Bibliothek in Berlin Reinickendorf. Zusätzlich zu verschiedenen offenen Angeboten des Coding Space wurden vom Projektteam Konzepte für Schulklassen entwickelt, die den Einsatz verschiedener Robotik-Sets in die klassische Literatur- und Leseförderung integrieren. Literatur kann im Raum Bibliothek neu erlebt werden, Kinder im Leselernprozess werden durch die eigenständige Steuerung der Roboter zusätzlich für die Geschichten motiviert. Die haptische Welt und die Welt der Vorstellung werden miteinander verknüpft. Die Verbindung von Coding und Literaturvermittlung ist somit ein einzigartiges Angebot, mit dem die Bibliothek sich als innovativer Bildungspartner profiliert. „Coding & Literature“ soll als Programmangebot weiterentwickelt und anderen Bibliotheken zur Verfügung gestellt werden.

Lesekeller, Adolf-Glaßbrenner Grundschule, Berlin: Die moderne Schulbibliothek als Zentrum des vernetzten Bildungsraumes

Kurt-Tucholsky Bibliothek, Berlin: Bibliothek als Nachbarschaftszentrum
Abstract: Bibliotheken sind Orte des Verweilens, des Austausches und der Weiterbildung. Doch was ist, wenn die Bibliothek nicht nur zum 3. Ort wird, sondern sich als Nachbarschaftszentrum, als Anlaufstelle für ehrenamtliches Engagement und als Prototyp des synergetischen Arbeitens versteht?
Mithilfe der Ressourcen einer Bibliothek schaffen Anwohner*innen Angebote für ihre Nachbar*innen. Ehrenamtliche betreuen verschiedenste Formate, wie zum Beispiel Gaming, Programmieren von Robotern oder Kinoabende.
Kooperatives, partizipatives und generationsübergreifendes Arbeiten sowie die Vernetzung in den Sozialraum werden zu neuen Schwerpunkten.
Nach einem erfolgreichen Design Thinking Prozess hat sich die Kurt-Tucholsky-Bibliothek diese Leitgedanken auf die Fahne geschrieben und versucht mithilfe des Kiezes und der im Haus ansässigen Vereine das Nachbarschaftszentrum „Kiez&Kurt“ zu etablieren.

Schulbücherei der Sternberg Grundschule, Berlin: On Lit
Abstract: Das Projekt: „On lit“ soll die Lesekompetenz von Kindern fördern und zugleich dem Wunsch Rechnung tragen, im Internet präsent zu sein. Dies wird auf kreative und individuelle Weise umgesetzt, ohne die agierenden Kinder den Gefahren der digitalen Welt auszusetzen.
Die Förderung der Lesefreude und der Lesefertigkeit ist ein wichtiges Ziel des schulinternen Curriculums der Sternberg Grundschule Berlin. Doch vielen Kindern mangelt es an Motivation, das deutliche und flüssige Vorlesen zu üben, ein Auftritt in den digitalen Medien gilt hingegen als erstrebenswert. Daher möchte die Schulbibliothek in Kooperation mit dem OGB des Pestalozzi-Fröbel-Hauses (PFH) diesen Kindern einen Anreiz zum Lesenüben bieten, indem sie den Schülerinnen ermöglicht, kleine Lesestücke aufzunehmen und auf der Schul-Homepage zu veröffentlichen. Damit es nicht nur ein kleines Hörstück bleibt, haben die Schülerinnen die Möglichkeit, einen eigenen Avatar zu gestalten, der in einem kurzen animierten Zeichentrickfilm auftritt. Durch interessantes Interieur und Gesten des Avatars wird die Szene lebendig.

Stadt- und Landesbibliothek Potsdam: Mit einem Point`n ́Click-Adventure die Bibliothek erleben

Jury für den Innovationspreis 2019
Jury für den Innovationspreis 2019

Am 23. Oktober ab 17 Uhr beginnt im Historischen Gewölbe Potsdams die feierliche Bekanntgabe der Gewinnerin bzw. des Gewinners.